09. November, 19 Uhr: Stiftung NS Opfer „Niemand ist vergessen“ – Lesung

Ort: SerrahnEINS / Serrahnstr. 1 / 21029 Hamburg

Stefan Romey (vorne)
Stefan Romey (vorne)

Über vier Jahrzehnte wurde die nazistische Verfolgung von Wehrdienstverweigerern und Deserteuren, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen und Krankheiten, Homosexuellen, Swing-Jugendlichen, Zwangsarbeitern, Wohnungslosen, sogenannten Asozialen und Querulanten in der Bundesrepublik nicht als schweres NS-Unrecht anerkannt und entschädigt.

Anhand von NS-Gesetzen und NS-Verordnungen sowie biografischen Berichten schildert Stefan Romey, Vorsitzender der Hamburger Stiftung „Hilfe für NS-Verfolgte“ (gegründet von der Hamburger Bürgerschaft 1988), das Schicksal dieser Menschen. Bei ihrem mühseligen und vergeblichen Weg vor Ämtern und Gerichten trafen diese NS-Verfolgten nicht selten auf Täter der NS-Zeit, die ihnen nunmehr im rechtsstaatlichen Gewande ihre Ausgrenzung ein zweites Mal bestätigten. Erst in den 1980er Jahren wurden die solcherart vergessen gemachten Opferallmählich ernst genommen.

Interessierte können sein Buch „Niemand ist vergessen. 30 Jahre Hamburger Stiftung für NS-Verfolgte“ erwerben.

Moderation: Bernhard Nette

Eintritt frei

Veranstalter: Kulturforum/SerrahnEINS

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