02. November, 19 Uhr: Vortrag „Der Stutthof Prozess“

Dienstag | 2. November | 19.00 Uhr                                                   

SerrahnEINS | Serrahnstr. 1 | 21029 Hamburg

Vortrag                                    

In dem Lager Stutthof, das als letztes im überfallenen Polen befreit wurde, starben an die 65.000 Menschen, überwiegend Jüdinnen. Der ehemalige SS-Wachmann Bruno D. wurde von der Jugendkammer des Hamburger Landgerichts im Juli 2020 wegen Beihilfe zum Mord in 5230 Fallen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Er war zur Tatzeit 17 bzw. 18 Jahre alt.

Uberlebenden-Anwalt Christoph Ruckel kritisierte das Urteil: „Das Signal, das nach außen gesendet wird, ist falsch angesichts der schweren Verbrechen.“ Und auch Efraim Zuroff, Chefermittler des Simon-Wiesenthal-Zentrums meint: „Die Überlebenden bleiben mit ihren Albtraumen zurück“. Wenn es kein Element der Bestrafung gebe, sei „etwas sehr Grundsätzliches falsch“.

Dr. Brigitte Huhnke, u.a Sachverständige für psychoanalytische Täterforschung, begleitete den monatelangen Prozess fast ununterbrochen im Gerichtssaal. Sie berichtet davon, aber auch von den Vorbereitungen eines Prozesses gegen die heute 95jährige Irmgard F., der ehemaligen Sekretärin des KZ-Kommandanten.

Moderation: Bernhard Nette

Eintritt frei

Veranstalter: Kulturforum/SerrahnEINS

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